Über mich

Es ist Juli 2026 — und ich bin nun 66 Jahre jung. Seit dem 20. April 1974 halte ich Boas. Das sind über 50 Jahre voller Leidenschaft und Hingabe für dieses schöne Hobby und diese faszinierenden Tiere.

Wie alles begann

Schon mit zehn Jahren kam ich zu meiner ersten Ringelnatter, die mir ein Freund in einem Einmachglas vorbeibrachte. Er hatte sie gerettet, weil ihr Lebensraum in Flammen stand — wusste aber nicht, was nun zu tun war. Für die rund 60 cm lange Natter richtete ich zunächst eine alte Badewanne im Garten her (mein Vater nutzte sie als Auffangbecken für Regenwasser), mit Land- und Wasserteil und einer Netzabdeckung. Dann kaufte ich mein erstes Büchlein — „Die Ringelnatter" — und fing einen kleinen Frosch. Und siehe da: Er wurde tatsächlich gefressen. Später ließ ich die Natter wieder frei. Das war der Beginn einer großen Leidenschaft.

Mit etwa zwölf Jahren kümmerte ich mich außerdem um Molche, Meerschweinchen und ein Kaninchen, und für die Zauneidechsen im Garten sammelte ich fleißig Regenwürmer.

Meine erste Boa

Mit 14½ Jahren kaufte mir mein Vater am 20. April 1974 meine erste Boa — in einem MASSA-Supermarkt in Alzey. Sie kostete 55 DM und war eine Boa constrictor imperator aus Kolumbien. Damals gab es nur kolumbianische Imperatoren zu kaufen; alle Boas waren noch „reinrassig" und unverfälscht.

Viele Boa-Unterarten folgten im Laufe der Jahre. Anfangs hielt ich teils parallel auch eine Regenbogenboa, drei Kornnattern, diverse Strumpfbandnattern, eine Maurische Landschildkröte, zwei Laubfrösche, eine Erdnatter, eine Kettennatter und eine Hornotter aus Mostar (1980, im damaligen Jugoslawien). In späteren Jahren kamen zwei Piebald-Königspythons dazu, die mir meine Frau zum Geburtstag schenkte. Heute halte ich nur noch Boas sowie eine Kettennatter (Lampropeltis triangulum campbelli).

Was mich all die Jahre angetrieben hat

Ich habe mit diesen Tieren viel erlebt — alle Facetten. Wunderbarste Momente, aber auch Leid und manche Trauer. Doch immer war die Zuversicht und die Freude auf das, was kommt, größer als das Schwere. Jede Nachzucht, jede neue Erkenntnis und der rege Austausch mit Züchtern, Haltern und Interessenten — ob Anfänger oder Profi — hat mich neu motiviert, mein Bestes zu geben und neugierig zu bleiben.

Über die Jahrzehnte habe ich auch gelernt, mir eine eigene, fundierte Meinung zu bilden und nicht jeden Trend ungeprüft zu übernehmen. Manch lautstark vorgetragene Gewissheit hat sich mit der Zeit relativiert — und nicht selten waren die lautesten Stimmen nach wenigen Jahren wieder verschwunden. Das hat mich gelehrt, auf Erfahrung, sorgfältige Beobachtung und den ehrlichen Austausch zu vertrauen statt auf große Worte. Den Umgang mit Züchtern und Verkäufern habe ich dabei stets von einem gesunden Grundvertrauen leiten lassen — die ständige Suche nach „dem Fehler" war nie mein Weg. Das ist bis heute so, und genau das macht dieses Hobby für mich so wertvoll.

Besonders schön ist es, gerade jüngere Menschen zu erleben, die ihr Boa-Hobby mit Herzblut und viel Liebe leben, es ausbauen möchten und sich vertrauensvoll an mich wenden, wenn Hilfe gebraucht wird. So soll es sein!

Mein Tagebuch — ein Lexikon der Erfahrung

Ich könnte bestimmt ein Buch schreiben, denn seit dem 20. April 1974 habe ich wirklich alles in einem Tagebuch festgehalten: jede Schlange, was sie wann und mit wie viel Gramm gefressen hat, Gewichts- und Längenzunahmen, jede Nachzucht mit den dazugehörigen Geburtenstatistiken, Laboruntersuchungen (IBD, Parasiten), Dokumentationen über Krankheiten und deren Behandlung, Haltungsvermerke, Besonderheiten und Obduktionsberichte bei Totgeburten oder plötzlichem Tod. Wer mich besucht, darf dieses Tagebuch gerne einsehen — es ist ein Lexikon an Erfahrungen und Erkenntnissen, in dem ich auch heute immer wieder blättere und auf das ich ein wenig stolz bin.

Zum Schluss

So, genug über mich. Ich wünsche euch nun viel Freude auf meiner Homepage, die mir mein Sohn Pascal erstellt hat — danke, Pascal!

Herzlichst,
Peter Boa

PS: Für Anregungen bin ich immer dankbar — und ein respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein.